KI-Agenten

Tool-Use

Tool-Use bezeichnet die Fähigkeit eines KI-Modells, externe Softwarewerkzeuge wie Taschenrechner, Datenbanken oder Kalender eigenständig über Schnittstellen auszuführen.

Erklärung

Reine Sprachmodelle sind sprachgewandt, können jedoch weder zuverlässig höhere Mathematik berechnen noch auf Live-Daten zugreifen. Sie kennen nur den Zustand ihrer Trainingsdaten. Tool-Use (auch Function Calling genannt) überwindet diese Beschränkung, indem das Modell lernt, bei Bedarf auf externe Spezialwerkzeuge zuzugreifen.

Erkennt das System während einer Nutzeranfrage beispielsweise eine Rechenaufgabe, rechnet es nicht unzuverlässig im Text weiter, sondern formuliert einen präzisen Befehl an einen externen Taschenrechner. Das Programm führt die Rechnung fehlerfrei aus und liefert das Ergebnis an das Sprachmodell zurück, welches die Information in eine flüssige Antwort einbettet. Auf dieselbe Weise können Agenten E-Mails versenden, Datenbanken abfragen oder IoT-Geräte steuern.

Risiken entstehen, wenn Werkzeuge unkontrolliert Schreib- oder Löschrechte erhalten. Ein Agent mit fehlerhaften Vorgaben könnte versehentlich Daten manipulieren oder unberechtigte E-Mails abschicken. Deshalb müssen Werkzeugaufrufe durch Berechtigungskonzepte und Sicherheitsgrenzen streng abgesichert sein.

In der Praxis

Im Autohandel nutzt ein Service-Agent Tool-Use, um Termine in Werkstattkalendern direkt anzulegen oder Ersatzteile im Warenwirtschaftssystem zu reservieren. Durch unsere Architekturen für KI-Systeme mit verlässlichem Tool-Use binden wir externe Werkzeuge sicher an Ihre bestehenden Unternehmensanwendungen an.

Verwandte Begriffe

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